Sonnenstrahl im Kopfsalat. Ein Klangtheaterstück nach Holger Schober

Flamboyance

Staatstheater Wiesbaden - Studiobühne
Christian-Zais-Straße 3
65189 Wiesbaden

 

Do. 22.10. | 18:00 
Fr. 23.10. | 18:30 
Altersempfehlung 10+
Dauer: 50 Minuten
 

Eintritt: 14,– / 10,– EUR

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KLANGTHEATERSTÜCK. IMMERSIV. SOUNDINSTALLATION. SCHAUSPIEL.

© Charlotte Streicher

Seit einiger Zeit läuft in Davids Kopf alles etwas anders. Ständig verlegt er Dinge, vergisst wichtige Termine und verirrt sich in seiner eigenen Wohnung. An manchen Tagen findet er seinen Autoschlüssel im Gemüsefach, an anderen wundert er sich, wohin sein Ehering verschwunden sein könnte, und an wieder anderen verwechselt er seine Enkelin Sara mit der Nachbarin Sieglinde. David hat Demenz. In Davids Kopf kämpfen die beiden Aminosäuren Tyrosin und Arginin in der Schaltzentrale von seinem Gehirn rund um die Uhr gegen das Vergessen an. Gemeinsam versuchen sie, so viele Erinnerungen wie möglich zu bewahren und kümmern sich Tag und Nacht um die Sicherheit von David. Und auch Davids Enkelin Sara unterstützt ihn, wo sie nur kann und begibt sich auf die Suche einen Umgang mit der Krankheit ihres geliebten Opas zu finden.

Was bedeutet es zu vergessen?
Wie sieht es in einem Kopf aus, in dem Erinnerungen langsam verloren gehen?
Und was bleibt, nachdem alle Erinnerungen, alles Erlebte und Gelernte verschwunden sind?

Das Team Flamboyance und Ensemble nimmt das Publikum mit auf eine Reise ins Gehirn von David Meiner. Mit fantasievollen Klangwelten, skurrilen Szenen und bewegenden Begegnungen spürt das Ensemble der Frage nach, wie es in einem Kopf sein könnte, in dem nicht mehr alles so funktioniert, wie es das einmal tat. Mit Tyrosin und Arginin als Begleiter:innen werden besonders junge Zuschauer:innen fantasievoll an das Thema Demenz herangeführt. Der begehbare Klangraum lädt dazu ein, sich frei zu bewegen und Davids Gehirnwelt zu erkunden, wodurch Kinder auf spielerische Weise dem Erleben von Menschen mit Demenz ein Stück näherkommen können. Zwischen den Herausforderungen der Demenz, Zusammenhalt und Fürsorge entsteht ein Klangtheaterstück darüber, was uns ausmacht – und was bleibt, selbst dann, wenn wir es nicht mehr benennen können.

nominiert für den OPEN PORT PREIS 2026

MIT  Aaron Herold, Alica Tröger, Axel Meinhardt, Eva-Sarah Berecz, Irina Blaul
REGIE Rahel Hofbauer
AUSSTATTUNG Charlotte Streicher 
KOMPOSITION Aaron Herold 
KLANGREGIE Paul Meister

Dieses Projekt wurde gefördert von der mdw Wien sowie der International Society of Mozarteum Salzburg und ist mit Unterstützung des Seniorenwohnhauses Nonntal (Salzburg) entstanden. 

Hinweis: Stroboskopartige Lichteffekte